
Sonova zieht knapp vier Jahre nach dem Einstieg bei Sennheiser eine strategische Konsequenz: Der Hörgerätehersteller aus Stäfa will sich von seinem Geschäft mit Kopfhörern und weiteren Consumer-Audio-Produkten trennen. Zum Verkauf steht die gesamte Consumer-Hearing-Sparte, die unter der Marke Sennheiser firmiert und damit die Konsum-Elektronik-Aktivitäten des Konzerns bündelt – von Premium-Kopfhörern und True-Wireless-Earbuds über High-End-Audioprodukte bis zu Soundbars und sogenannten Hearables.
Mit dem Schritt schärft Sonova den Fokus klar auf das Kerngeschäft mit medizinischen Hörgeräten und Cochlea-Implantaten. Der Konzern verweist auf grundlegende Unterschiede zwischen den Endkunden-Audioprodukten und dem traditionellen Hörgerätegeschäft: Vertriebskanäle, Nachfragedynamik und Entwicklungszyklen seien deutlich unterschiedlich. Die ursprünglich verfolgte Strategie, Konsumenten über Consumer-Audio früher in ihrer „Hörreise“ abzuholen und langfristig ins Hörgerätegeschäft zu führen, wird damit faktisch aufgegeben.
Die Neuausrichtung fällt in die Amtszeit des neuen Führungsduos um Konzernchef Eric Bernard und Finanzchefin Elodie Carr-Cingari, die seit Juli vergangenen Jahres an der Spitze stehen. Vor dem Hintergrund eines verhaltenen Nachfrageumfelds und intensiveren Wettbewerbs im globalen Hörgerätemarkt setzt Sonova nun auf Konzentration statt Diversifizierung. Ziel ist es nach Unternehmensangaben, für das Sennheiser-Geschäft den „bestmöglichen Eigentümer“ zu finden, während intern Kapital und Managementaufmerksamkeit auf das medizinische Kerngeschäft gelenkt werden sollen.
Flankiert wird der Portfolio-Umbau von ambitionierten Wachstumszielen: Bis zum Geschäftsjahr 2030/31 will Sonova den Umsatz auf sechs Milliarden Franken steigern, nach 3,87 Milliarden Franken im Geschäftsjahr 2024/25. Mittelfristig peilt der Konzern in Lokalwährungen ein jährliches Umsatzplus von fünf bis zehn Prozent an, das operative Kernergebnis (Ebit) soll um sieben bis zwölf Prozent pro Jahr wachsen. Für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr 2025/26 dämpft Sonova die Erwartungen allerdings leicht und rechnet mit einem Wachstum am unteren Ende der bisherigen Prognosespanne.
![]()
Die MCH Group hat im Geschäftsjahr 2025 ihre Profitabilität deutlich gesteigert und zugleich einen klar positiven Cashflow erzielt – obwohl der Messe- und Eventkonzern aus Basel in einem von Wechselkursschwankungen und Marktunsicherheiten geprägten Umfeld operierte. Der Betriebsertrag sank...

Die Belimo Holding AG setzt nach einem weiteren Wachstumsjahr auf Kontinuität und moderate Aktionärsfreundlichkeit. An der 51. ordentlichen Generalversammlung vom 23. März 2026 im ENTRA in Rapperswil (Schweiz) genehmigten die anwesenden Investorinnen und Investoren sämtliche Anträge des...

Am europäischen Kernforschungszentrum Cern in Genf läuft ein Experiment, das die Grundlagenforschung grundlegend verändern könnte: Erstmals sollen Antimaterie-Teilchen per Lkw über mehrere Kilometer transportiert werden. Rund 100 bis 1000 Antiprotonen werden dazu in einer speziellen...

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) hat ihren Geschäftsbericht sowie den Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2025 publiziert. Die Unterlagen, die sowohl finanzielle als auch nichtfinanzielle Aspekte des vergangenen Jahres abdecken, stehen ab sofort online zur Verfügung. Mit der...

Die Erde speichert nach Angaben der Weltmeteorologieorganisation (WMO) so viel Wärme wie nie zuvor seit Beginn der Messreihen. Das von der UN-Agentur veröffentlichte "State of the Global Climate 2025"-Gutachten bescheinigt dem globalen Klimasystem einen beispiellosen Energieüberschuss....