Sporthändler Decathlon investiert Millionen in deutsches Filialnetz

14.04.2026


Der französische Sportartikelhändler Decathlon treibt seine Expansion in Deutschland deutlich voran und nimmt dafür eine geringere Profitabilität in Kauf. In einem herausfordernden Marktumfeld erhöhte das Unternehmen seinen Gesamtumsatz hierzulande auf gut 1,27 Milliarden Euro, ein Plus von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wachstumstreiber waren vor allem die Segmente Rad- und Laufsport. Rund 74 Prozent des Geschäfts werden weiterhin in den stationären Filialen erwirtschaftet, was die zentrale Rolle des klassischen Handelsmodells für Decathlon unterstreicht.

Beim Ergebnis zeigen sich die Kosten des Expansionskurses. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg zwar um gut 2,9 Prozent auf 28,1 Millionen Euro, blieb damit aber deutlich unter dem Niveau des Jahres 2023, als noch mehr als 38 Millionen Euro Gewinn ausgewiesen wurden. Angaben zum Nettoergebnis machte die Handelskette nicht. Der Finanzchef von Decathlon Deutschland, Luca Guanella, verweist auf die hohen Zukunftsinvestitionen: Das Ergebnis spiegle die bewusste Entscheidung wider, massiv in den Ausbau des Filialnetzes, die Modernisierung bestehender Standorte und die Weiterentwicklung der Organisation zu investieren.

Rund 67 Millionen Euro steckte Decathlon 2025 in den deutschen Markt, um die Grundlage für ein Netz von 150 Geschäften bis Ende 2027 zu legen. Allein 2025 kamen 18 neue Läden hinzu, unter anderem in München, Stuttgart, Frankfurt und Berlin. Insgesamt verfügte das Unternehmen Ende 2025 über 105 Standorte. Im laufenden Jahr sind etwa 25 weitere Eröffnungen vorgesehen, darunter Filialen in Oberhausen, Saarbrücken, Leverkusen und Trier. Parallel dazu wurde rund ein Drittel der bestehenden Geschäfte modernisiert, um das Einkaufserlebnis zu erneuern.

Strategisch rückt Decathlon näher an seine Kundinnen und Kunden heran. Neben den weiterhin wichtigen großflächigen Märkten, die meist außerhalb der Stadtzentren liegen, entstehen zunehmend kleinere Geschäfte in Einkaufszentren und Fußgängerzonen. Diese Standorte können sich auf einzelne Sportarten spezialisieren und das Sortiment an lokale Bedürfnisse anpassen. Mit dieser Ausrichtung zielt Decathlon darauf ab, im milliardenschweren, aber hart umkämpften deutschen Sportfachhandel Marktanteile zu gewinnen – insbesondere gegenüber den Verbundgruppen Intersport und Sport 2000, die ihrerseits expandieren und von Lücken profitieren, die der Rückzug klassischer Modehäuser und Warenhäuser mit Sportsortimenten hinterlassen hat.


Porsche-Aktie vor Zahlen: Margen im Fokus, Absatzrückgang eingepreist

Die Aktie der Porsche AG hat sich am Dienstagmorgen trotz zurückhaltender Analystenkommentare freundlich gezeigt. Auf der Handelsplattform Tradegate notierte das Papier um 08:45 Uhr mit 42,35 Euro und damit 1,32 Prozent im Plus. Im Vorfeld der anstehenden Quartalszahlen haben mehrere...

Read more


EU, Malaysia, Schweiz: Wachsende regulatorische Front gegen Musks Plattform X

Die Berner Staatsanwaltschaft hat nach einer Strafanzeige von Bundesrätin Karin Keller-Sutter ein Verfahren wegen Beschimpfung und Verleumdung eröffnet. Auslöser ist ein Vorfall auf der von Elon Musk kontrollierten Plattform X: Ein Nutzer hatte den integrierten KI-Chatbot Grok am 10. März...

Read more


Digitalisierungsinitiative: Bildungsministerium ergänzt Schülerlaptops um Sicherheitskonfiguration

Schülerinnen und Schüler in Österreich, die im Rahmen der staatlichen Digitalisierungsinitiative vergünstigte Laptops oder Tablets erhalten haben, sollen künftig besser vor nicht altersgerechten Online-Inhalten geschützt werden – und zwar nicht nur im Schulnetz. Eine vom Bildungsministerium...

Read more


UBS kappt Nemetschek-Kursziel auf 56 Euro und warnt vor Cashflow-Risiken

Die Schweizer Großbank UBS hat ihre Einschätzung für die Aktien des Bausoftware-Spezialisten Nemetschek deutlich verschärft und die Titel von „Neutral“ auf „Sell“ abgestuft. Das Kursziel wurde von zuvor 76 Euro auf 56 Euro gesenkt und damit in etwa auf das aktuelle Kursniveau angepasst. An...

Read more


Luzerner Kantonalbank hält an Jahreszielen fest – Gewinn legt um 4,5% zu

Die Luzerner Kantonalbank AG (LUKB) ist mit einem Ergebnis über den eigenen Erwartungen in das Jahr 2026 gestartet. Der Konzerngewinn legte im ersten Quartal um 4,5 Prozent auf 80,1 Millionen Franken zu, wie das Staatsinstitut am Freitag mitteilte. Der Geschäftserfolg als Mass der operativen...

Read more