Der Technologiekonzern Liebherr hat im vergangenen Jahr trotz schwieriger Rahmenbedingungen in Teilen seines Kerngeschäfts Gewinn und Belegschaft ausgebaut. Der Umsatz des Familienunternehmens, das vom Bagger über Krane bis hin zu Kühl- und Gefriergeräten ein breites Spektrum an Investitions- und Konsumgütern anbietet, legte leicht von 14,6 auf 14,7 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich erhöhte sich das Ergebnis nach Steuern von 258 auf 272 Millionen Euro.
Liebherr mit Hauptsitz im schweizerischen Bulle, 1949 von Hans Liebherr im oberschwäbischen Kirchdorf an der Iller gegründet, beschäftigt weltweit 55.963 Menschen. Das sind 1.235 mehr als im Vorjahr. Deutschland bleibt laut Unternehmensangaben wichtigster Produktions- und Arbeitgeberstandort: Rund 24.600 Beschäftigte arbeiten hier, was einem leichten Zuwachs von knapp 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Deutliches Wachstum verzeichnete der Konzern in jenen Sparten, die weniger direkt von der anhaltend schwachen Baukonjunktur geprägt sind. In den Bereichen Maritime Krane, Luftfahrt und Verkehrstechnik, Verzahntechnik und Automationssysteme, Kühl- und Gefriergeräte, Komponenten sowie Hotels stieg der Umsatz um 14,7 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Diese Geschäftsfelder gewannen damit erkennbar an Bedeutung im Konzernmix.
Belastet wurde die Entwicklung hingegen von rückläufigen Erlösen im Segment Baumaschinen und Mining. Dazu zählen die Produktgruppen Erdbewegung, Materialumschlag, Spezialtiefbau, Mining, Mobil- und Raupenkrane, Turmdrehkrane und Betontechnik. Obwohl Spezialtiefbau und Turmdrehkrane zulegen konnten, sank der Umsatz des gesamten Bereichs um 5,5 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro. Damit federten wachstumsstarke Sparten außerhalb des klassischen Baustellengeschäfts den Rückgang im Bau- und Minenbereich weitgehend ab und ermöglichten dem Unternehmen, das Ergebnis dennoch zu steigern.

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